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Mobbingprävention

No Mobbing! Stopp sagen!

Die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen zum Thema Mobbing liegt dem Kreisjugendring Oberhavel e.V. nicht nur wegen des Potentials der Bildungsarbeit mit und der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am Herzen, sondern wird auch immer wieder als ein wichtiger und aktuell bestehender Bedarf seitens der Fachkräfte im Landkreis Oberhavel zurück gemeldet.

 

Wissen und Diskussion über Mobbing sind wichtig, nachhaltige Aufklärung und Sensibilisierung noch wichtiger. Wir sind uns sicher: Es braucht kein Feuerwehrprojekt, sondern nachhaltig wirkende Projekte und Handlungsstrategien im Bereich der Antimobbing- und gewaltpräventiven Arbeit. Die Investition in nachhaltige Bildung ist eine wichtige Voraussetzung in der Förderung der Jugendarbeit.

 

Dank einer Förderung durch die Mittelbrandenburgische Sparkasse konnten wir in der ersten Jahreshälfte 2019 das Projekt "Schau nicht weg! Aufklärung von Kindern und Jugendlichen zum Thema Mobbing" umsetzen. Dadurch profitierten im Landkreis Oberhavel 130 Kinder und Jugendliche von Kunst-, Hip Hop-, Cybermobbing-, und Antimobbingworkshops. 20 Fachkräfte der Jugend(sozial)arbeit und der Sozialarbeit an Schule wurden zu Fachcoaches der Mobbingprävention und -intervention ausgebildet. 

 

Auf dieser Seite findet ihr die Dokumentation dieser Projekte sowie Literatur zum Thema, die beim uns ausgeliehen werden kann und weitere Tipps, Infos und Kontakte zur Mobbingprävention.

Bei Fragen zum Thema: Sprecht uns an! 

Auszuleihendes Material beim KJR e.V.

Entschieden haben wir uns, die im Projekt angeschafften Kinder-, Jugend- und Fachbüchern zum Thema Mobbing auf zweierlei Arten landkreisweit zur Verfügung zu stellen:

Die Fachliteratur sowie das Spiel „Mobben stoppen“ verbleiben in der Bibliothek des Kreisjugendrings und stehen den sozialpädagogischen Fachkräften des Landkreises kostenlos zur Ausleihe zur Verfügung.

Die Kinder- und Jugendliteratur wird an die Stadtbibliothek Oranienburg als Bücherspende übergeben und gewährleistet somit auch Kindern und Jugendlichen einen niedrigschwelligen Zugang zum Thema.

 

Beim KJR e.V. könnt ihr folgende Literatur und folgendes Material ausleihen:

 

 

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Schau nicht weg! Ein Einblick in die Projekte

Neben der Ausbildungsreihe „Fachcoach für Mobbingprävention/Intervention FMPI®“ gab es zwei Pilotprojekte „Schau hin! Wir sind Antimobbing-Profis“, zwei Workshops „Cybermobbing“, ein Projekt „Aight! Rappen & bouncen statt mobben“ und ein „Kunstatelier gegen Mobbing“.

Die Projekte wurden von uns an die Sozialarbeiter*innen im gesamten Landkreis Oberhavel zur Bewerbung ausgeschrieben. Die Resonanz war sehr gut und breit gefächert, so dass alle angebotenen Workshops innerhalb kurzer Zeit vergeben werden konnten. Bei der Verteilung wurde darauf geachtet, sowohl im Norden, als auch im Süden des Landkreises Projekte zu ermöglichen. 

 

In der Ausstellung „Schau nicht weg! Kunst, Hip Hop, Theater gegen Mobbing“ in der Stadtbibliothek Oranienburg, werden die Ergebnisse der Projekte gezeigt.

 

Plakat Ausstellung Mobbingprävention

 

 

Aight! Rappen & bouncen statt mobben

 

Das Projekt „Aight! Rappen & bouncen statt mobben“ wurde von den Rappern Tuna und Volkan vom Cybermobbing Prävention e.V. durchgeführt. Der Zuschlag für dieses Projekt ging an das Kinder- und Jugendzentrum Wasserwerk in Hohen Neuendorf, welches sich als Kooperationsprojekt der Jugendarbeit gemeinsam mit dem Lücke Treff aus Borgsdorf beworben hatte.

An drei Projekttagen erhielten 15 Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren die Möglichkeit, sich über das Medium Musik und Hip-Hop mit dem Thema Cybermobbing auseinanderzusetzen. Gemeinsam wurden Ideen entwickelt und diese in Hip-Hop-Texten umgesetzt. Inhalte des Workshops waren: Erforschen der Entstehung des Hip-Hop, Arten von Hip-Hop und sozialkritischer Hip-Hop (Tag 1); Schreib-, Rap- und Gesangsübungen, Analyse eines oder mehrerer bekannter Rap-Texte (themenbezogen), Kreation eigener Texte (Tag 2); Aufnahme mit professionellem Studio-Equipment, Schneiden (Tag 3). Entstanden ist ein Hip Hop Song.

Der Song wird ab dem 30. September 2019 auch in der Stadtbibliothek Oranienburg zu hören sein. Dort gibt es Hörstationen, an denen eine kurze Info zum Projekt und der Entstehungsgeschichte des Liedes aushängen wird.

 

Kunstatelier gegen Mobbing

 

Im Kunstatelier gegen Mobbing ist es uns gelungen, gemeinsam mit dem Künstler Gregorio Alvarez und den Schüler*innen der 5. Klasse der Grundschule Bötzow, das Thema Mobbing aus einem neuen Blickwinkel zu erkunden. Mobbing ist eine Form des Übergriffs, bei dem drei verschiedene Blickwinkel erlebt werden: Opfer, Täter*in und Kompliz*in. Werden die Unterschiede dieser drei Blickwinkel einmal beseitigt, werden wir gewahr, dass wir Menschen alle gleich verschieden sind.

Ergebnis des Kunstateliers sind künstlerische Gemeinschaftswerke, welche durch die individuellen Ideen der Einzelnen entstanden sind. Der Workshop beinhaltete zwei Etappen. In Etappe A wurde der Hintergrund des Bildes mit Farben und Lineal gestaltet. In Etappe B wurden Sätze per Schablonentechnik aufgetragen, welche die Teilnehmenden mit dem Thema Mobbing verbinden.

Die Teilnehmer*innen lernten nebenbei die Primär- und Sekundärfarben und Mischmöglichkeiten kennen. Mit viel Engagement und Spaß waren die Schüler*innen dabei und die Ergebnisse lassen sich nicht nur sehen, sondern bieten gleichzeitig kleine Tipps, was bei Mobbing getan werden kann.

Die Kunstwerke sind aktuell in der Grundschule Bötzow ausgestellt und werden vom 30. September 2019 an eine Woche lang in der Stadtbibliothek Oranienburg zu sehen sein.

 

Pilotprojekt: „Schau hin! Wir sind Antimobbing-Profis“

 

Für die Durchführung wurden die Grundschule Beetz und die Grundschule Glienicke nach einer Bewerbungsphase gewählt. An beiden Schulen fanden die Pilotprojekte mit Unterstützung von SELAM Berlin statt mit vier Projekttagen und einem Elternabend.

Das Motto der Projekttage stellte SELAM Berlin unter das Wort Gemeinsam, in welchem auch die Worte gemein und einsam stecken.

Beim Elternabend wurde den Eltern auf der einen Seite erklärt, was ihre Kinder in den Projekttagen machen und was sie zum Thema Mobbing alles zusammengetragen haben. Auf der anderen Seite wurde diskutiert und geklärt, was Eltern selbst tun können: selbstbewusste Kinder erziehen, Fehler zugestehen, Ansprechperson sein und Hilfe anbieten, an Gefühlen und Empathie arbeiten, Kooperation statt Verbote. Außerdem wurde beim Elternabend daran appelliert, dass es wichtig ist zu wissen, was Kinder am Handy machen und wie sie ihr Handy nutzen.

Beide Pilotprojekte liefen in den fünften Klassen der Schulen und fanden außerhalb der Schule statt, um einen Lernort abseits von Pausenzeiten und Alltagsgeschehen zu gewährleisten. Die Kinder zeigten sich reflektiert, offen und beteiligten sich aktiv, manche von ihnen berichteten von eigenen Erfahrungen.

 

Workshop: „Cybermobbing“

 

Für die Durchführung von zwei Workshops zum Thema Cybermobbing konnten wir den Cybermobbing Prävention e.V. gewinnen. Vergeben wurde diese Workshops an die Jean-Clermont Oberschule in Oranienburg und an die EXIN Oberschule in Zehdenick. Ziel war es mit diesem niedrigschwelligen Angebot für Cybermobbing zu sensibilisieren.

Cybermobbing Prävention e.V. ermöglichte dies sehr gut. Mit viel Sensibilität schafften die zwei Workshopleiter es, die Jugendlichen zum Nachdenken anzuregen und in Diskussionen das Verhalten in sozialen Medien zu überdenken und zu reflektieren. Darüber hinaus erhielten die Jugendlichen Strategien, wie sie als Gemeinschaft Betroffenen Unterstützung bieten können.

 

Ausbildungsreihe „Fachcoach für Mobbingprävention/Intervention FMPI®“

 

21 sozialpädagogische Fachkräfte aus der offenen und der mobilen Jugendarbeit sowie aus der Sozialarbeit an Schule im Landkreis Oberhavel wurden vom 16. bis 18. Januar 2019 in Oranienburg zum Fachcoach Mobbingprävention/Intervention FMPI® ausgebildet. Sie wurden für das Thema Mobbing sensibilisiert und dazu befähigt, zwischen einem Konflikt und Mobbing zu unterscheiden. Vorgestellt und geübt wurden in diesen drei Tagen zwei Methoden der Präventions- und Beratungsarbeit: Die Farsta Methode und der No-Blame-Approach.

Für die Durchführung der Ausbildung konnte Andreas Sandvoß, Geschäftsführer und Sozialpädagoge bei KonfliktKultur, gewonnen werden. Er brachte eine gehörige Portion Motivation und Wissen zum Thema mit. Besonders wertvoll ist sein Webspeicher, auf den alle Teilnehmenden auch nach der Ausbildung noch Zugriff haben und dort Wissenswertes, Infomaterial und Vorlagen für die Präventions- und Interventionsarbeit zum Thema Mobbing an Schule und im Jugendclub finden können.

Alle Teilnehmenden stehen seit der Ausbildung landkreisweit als Multiplikator*innen zur Verfügung und geben ihr Wissen weiter. Auch die Koordinatorin des Kreisjugendrings und die Koordinatorinnen der Jugend(sozial)arbeit und Sozialarbeit an Schule nahmen an der Ausbildungsreihe zum Fachcoach für Mobbingprävention/intervention FMPI® teil.

 

 
 
Veranstaltungen
 

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