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Presse

Pressemitteilung 28.02.19

 

Fachtag „Vom gewünschten Ergebnis zum sichtbaren Erfolg - Qualitätsentwicklung in der Jugendarbeit“

 

90 sozialpädagogische Fachkräfte, Vertreter*innen von Trägern, Kommunen und dem Landkreis trafen sich am 27. Februar im Bürgerzentrum Oranienburg, um beim Fachtag „Vom gewünschten Ergebnis zum sichtbaren Erfolg“ über die Qualitätsentwicklung in der Jugendarbeit im Landkreis Oberhavel zu diskutieren.

 

Fachtag

 

Laut § 79a SGB VIII Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe liegt die Verantwortung für die Weiterentwicklung, Anwendung und regelmäßige Überprüfung der Grundsätze und Maßstäbe für die Bewertung der Qualität der Jugend(sozial)arbeit beim Träger der öffentlichen Jugendhilfe.

Dass dieser dynamische Prozess aber allein im Austausch mit allen Beteiligten geschehen kann, wurde während des Fachtages deutlich. Auch Kerstin Niendorf, Dezernentin für Bildung, Jugend und Gesundheit, machte in ihrem Grußwort deutlich, dass dieser Prozess nur gelingen kann, wenn Fachkräfte, Träger, Kommunen und die Verwaltung des Landkreises transparent und vertrauensvoll zusammenarbeiten und das große Ziel – die Verbesserung der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen nicht aus dem Auge verlieren.

 

Gestartet wurde mit der Gründung einer Mandatsgruppe, welche schon Mitte März zusammenkommen wird und weiter an dem Thema arbeiten wird. Wichtig ist hier, zunächst eine Klärung der unterschiedlichen Interessen der verschiedenen Akteure herbeizuführen.

 

Inhaltlich begleitet wurde der Fachtag vom Fachverband Jugendarbeit/ Jugend-sozialarbeit Brandenburg e.V.. Geschäftsführer Sebastian Müller erklärte bei seinem Input, was sich hinter dem Begriff der Qualität verbirgt und welche Chancen und Herausforderungen er bietet. „Dass so viele Vertreterinnen und Vertreter der Jugendarbeit, Träger und Kommunen an dem Prozess teilhaben, ist im Land Brandenburg herausragend. Es zeigt, wie wichtig das gemeinsame Anliegen ist, die gute Arbeit in den unterschiedlichen Angeboten transparent zu machen und stetig weiterzuentwickeln. Ziel muss es sein, die Qualität und Wirksamkeit der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit im Landkreis nachzuvollziehen“, sagt Sebastian Müller.

 

Um ins Gespräch zu kommen, wurden die drei Dimensionen von Qualität: Struktur, Prozess und Ergebnis in Arbeitsgruppen diskutiert und erste Ideen gesammelt. Um gute Jugendarbeit im Landkreis Oberhavel zu leisten, braucht es laut der Anwesenden unter anderem gute strukturelle Rahmenbedingungen, Transparenz, Fachaufsicht und funktionierende Kommunikationsstrukturen. Gleichzeitig müssen Träger, Kommunen und der Landkreis Auftragsklarheit, Zielvorstellungen, Finanzen und Räume bereitstellen.

 

Eingeladen hatte im Namen der Unter-AG „Kinder- und Jugendarbeit“ der Arbeitsgemeinschaft nach §78 und in Kooperation mit dem Fachbereich Jugend des Landkreises Oberhavel der Kreisjugendring Oberhavel e.V.. Koordinatorin Susann Reissig ist erfreut, dass „so viele Fachkräfte, Träger- und Gemeindevertreter*innen die Chance wahrnehmen, sich gemeinsam der Frage zu stellen, wann unsere Arbeit gut oder erfolgreich ist. Darüber können dann Indikatoren entwickelt werden, die (sozial-)pädagogische Arbeit nicht nur an quantitativen, sondern vor allem an qualitativen Indikatoren messen können.“

 

Fachtag

 

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Fachtag

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Pressemitteilung 14.01.2019

 

Mobbing? Doch nicht an meiner Einrichtung…

 

20 sozialpädagogische Fachkräfte aus der offenen und der mobilen Jugendarbeit sowie aus der Schulsozialarbeit im Landkreis Oberhavel werden vom 16. bis 18. Januar 2019 in Oranienburg zum Fachcoach Mobbingprävention/Intervention FMPI® ausgebildet. Der Kreisjugendring Oberhavel e.V. initiierte und organisierte die zertifizierte Fortbildung.

 

Fachcoach

 

Landkreisweit werden 20 sozialpädagogische Fachkräfte für das Thema Mobbing sensibilisiert und dazu befähigt zwischen einem Konflikt und Mobbing zu unterscheiden. Sie probieren selbst unterschiedliche Methoden der Anti-Mobbing Arbeit aus und trainieren diese gezielt. Alle Teilnehmenden erhalten umfangreiche Informationen und Medien für den Einsatz in den sozialpädagogischen Einrichtungen, der Elternberatung, sowie der Beratung von Mobbingbetroffenen. Diese können sie sofort in ihren Arbeitsalltag einbinden und auf diese Weise am ersten Tag nach der Ausbildung anwenden. Die mögliche Beratung von Erziehungsberechtigten, sowie die Analyse gewaltbegünstigender Situationen in den sozialpädagogischen Einrichtungen sind ebenfalls Teil dieser Ausbildung.

Für die Durchführung der Ausbildung konnte Andreas Sandvoß, Geschäftsführer und Sozialpädagoge bei KonfliktKultur, gewonnen werden.

Steigender Leistungsdruck, fehlende Orientierung und Grenzen, die nicht als solche besprochen und wahrgenommen werden, laden dazu ein, Stress zu kompensieren und am Lernort Schule und im Jugendclub abzuarbeiten. An Schulen ist Mobbing die häufigste Gewaltform.

 

Deshalb stehen die Fachkräfte nach der Ausbildung landkreisweit als Multiplikator*innen zur Verfügung, können bei Problemen und Konflikten eingreifen und ihr Wissen weiter vermitteln. Auch die Koordination Jugend(sozial)arbeit/ Sozialarbeit an Schulen des Kreisjugendringes nimmt selbst an der Ausbildung teil und kann dadurch zukünftig auch in der Mobbingprävention im Landkreis tätig werden und gleichzeitig ihr Profil schärfen.

 

„Wir bieten diese Ausbildung den Fachkräften an, um ganzheitlich und nachhaltig zu handeln. Nach Dialog und Austausch, können die Fachkräfte dann in die konkrete Projektarbeit m​​​​​​​it Kindern und Jugendlichen gehen“, sagt Susann Reissig, Koordinatorin des Kreisjugendring Oberhavel e.V.

 

Finanzielle Unterstützung für die Ausbildung erhält der Kreisjugendring durch den Landkreis Oberhavel und durch die Projektförderung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse zum Thema „Schau nicht weg! - Aufklärung von Kindern und Jugendlichen zum Thema Mobbing“.

 

Webseite: www.kjr-ohv.de

Ansprechpartnerin: Susann Reissig 03301 / 20 22 95

 

Fachcoach​​​​​​​

 

 

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Fünf Prozent Personalnebenkosten für sozialpädagogische Fachkräfte bewilligt

 

Der Kreisjugendring Oberhavel e.V. verzeichnet einen wichtigen Erfolg in seiner politischen Arbeit: Nach eineinhalb Jahren ist eine Erhöhung der Personalnebenkosten für Fachkräfte der Sozialarbeit an Schule und der offenen Jugendarbeit im Landkreis Oberhavel bewilligt.

 

Am 19. Juni 2018 beschloss der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Oberhavel eine neue Richtlinie zur Förderung von Personalnebenkosten für sozialpädagogische Fachkräfte mit 5 Prozent. Mit diesem Beschluss hat der Jugendhilfeausschuss den Kreistag beauftragt, die notwendigen Haushaltsmittel einzustellen. Während der 23ten Sitzung des Kreistages am 10. Oktober 2018 teilte Landrat Ludger Weskamp mit, dass die Verwaltung die finanziellen Mittel im Haushaltsplan 2019/20 bereits berücksichtigt hat. Eben dieser Haushaltsplan wurde am 12. Dezember vom Kreistag beschlossen.

 

Der Kreisjugendring Oberhavel e.V. sitzt im Jugendhilfeausschuss und vertritt die Interessen von Kindern und Jugendlichen. Um diese zu unterstützen und zu einer gelingenden Jugend(sozial)arbeit im Landkreis beizutragen, gilt es auch, die Situation von freien Trägern und Fachkräften zu verbessern.

 

Laut der seit 2007 finanziell unveränderten Originalrichtlinie lag der Betrag der Personalnebenkosten bei 600 € pro Personalstelle im Jahr. Das dies kein ausreichend hoher Betrag ist, um qualitative Jugend(sozial)arbeit zu leisten, bemerkte und kritisierte der Kreisjugendring Oberhavel e.V. Seit Mai 2016 befasste sich der Unterausschuss Kinder- und Jugendarbeit unter Einbeziehung von Vertreter*innen freier Träger und der Verwaltung deshalb mehrfach mit der Thematik einer Erhöhung der Förderhöhe und der inhaltlichen Ausgestaltung der Förderposition. Der Fachbereich Jugend legte am 24. April 2018 eine überarbeitete Richtlinie mit einer Fördersumme von 2 Prozent vor.

 

Dieser Entwurf wurde vom Kreisjugendring Oberhavel e.V. zwar inhaltlich positiv bewertet, aber in Bezug auf die Höhe der Förderung eindeutig als zu gering abgelehnt. Nach einer durch den Kreisjugendring Oberhavel e.V. durchgeführten Erhebung bei freien Trägern, belaufen sich die jährlichen Kosten einer Personalstelle auf circa 3.200 Euro.

 

Die nach weiteren Diskussionen neu vorgelegte Personalnebenkostenrichtlinie mit nun 5 Prozent der vom Landkreis Oberhavel geförderten Personalkosten ermöglicht klassische Personalnebenkosten wie Personalbuchhaltung und arbeitnehmerbezogene Kosten genauso gut wie Fort- und Weiterbildungen sowie Leitungskosten oder notwendige Sachkosten abzudecken. Neu ist zum Beispiel auch, dass nun Fachbücher – wichtiges Arbeitsmaterial – über die Richtlinie finanziert werden können.

 

„Die Erhöhung der Personalnebenkostenrichtlinie hilft bei der Sicherstellung einer angemessenen Arbeitssituation. Fort- und Weiterbildungen, aber auch Supervision sind in ganz anderem Maße möglich,“ sagt Susann Reissig vom Kreisjugendring Oberhavel e.V. „Als einzelner Träger ist es schwer solch ein Thema anzugehen. Als Zusammenschluss und durch gemeinsame kontinuierliche Diskussion und Arbeit am Thema konnten wir an dieser Stelle jedoch eine Verbesserung erreichen. Das zeigt, dass ein Zusammenschluss wie der Kreisjugendring Oberhavel e.V. durchaus sinnvoll ist.“

 

Unterstützt wurde der Antrag von folgenden Trägern im Landkreis: DRK KV MOHS e.V., Evangelisches Johannesstift gGmbH, ImPuls e.V., PuR gGmbH, Theophanu gGmbH.

 

Wir danken Allen, die diesen wichtigen Schritt möglich gemacht haben.

 

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PRESSEMITTEILUNG 13.11.2018

 

Dem Kreisjugendring Oberhavel e.V. sind gemeinsam mit dem Hohen Neuendorfer Verein ImPuls e.V. am 15. Oktober in Potsdam Fördermittel der Mittelbrandenburgischen Sparkasse aus dem PS-Zweckvertrag überreicht worden. Die zweckgebundenen Gelder dienen der Unterstützung des Projektes „Schau nicht weg – Aufklärung von Kindern und Jugendlichen zum Thema Mobbing!“, für das beide Vereine einen Antrag auf Fördermittel gestellt hatten.

 

Ziel des Projektes ist in erster Linie die Aufklärung über das Thema Mobbing an sich und Kinder, Jugendliche und Eltern dafür zu sensibilisieren.

 

„Wissen und Diskussion über Mobbing sind wichtig, nachhaltige Aufklärung und Sensibilisierung noch wichtiger. Rückmeldungen aus den Kreisen der Fachkräfte bestätigen unsere Ansicht: Es braucht kein Feuerwehrprojekt, sondern nachhaltig wirkende Projekte und Handlungsstrategien im Bereich der Antimobbing- und gewaltpräventiven Arbeit. Die Investition in nachhaltige Bildung ist eine wichtige Voraussetzung in der Förderung der Jugendarbeit“, sagt Susann Reissig, Koordinatorin des Kreisjugendring Oberhavel e.V., „deshalb danken wir der Sparkasse sehr, dass sie unsere Projekte mit den bereitgestellten Fördermitteln ermöglicht“.

 

Der Kreisjugendring Oberhavel e.V. wird das Thema Mobbing mit einer zertifizierten Fortbildung zum „Fachcoach für Mobbingprävention und Intervention“ für Fachkräfte und dem Pilotprojekt „Schau hin! Wir sind Anti-Mobbing-Profis“ mit zwei Schulen im Landkreis angehen. Außerdem werden Workshops für Kinder und Jugendliche angeboten zu den Themen „Cybermobbing“, „Kunstatelier gegen Mobbing“ und „Aight! Rappen & bouncen statt mobben“. Die Ausschreibung für die Fachkräfte des Landkreises, die sich beim Kreisjugendring für die Projekte anmelden können, läuft noch bis zum 20.11.2018.

 

Beim Hohen Neuendorfer ImPuls e.V. sind verschiedene Module in den Einrichtungen des Trägers geplant, in denen es um das Thema Mobbing und dessen Prävention gehen wird. ImPuls hatte als Verein für alle Einrichtungen in der Trägerschaft einen gemeinsamen Antrag auf Fördermittel gestellt. Die Materialien werden zentral gelagert, alle Fachkräfte können darauf zugreifen. ImPuls e.V. erreicht mit seiner Arbeit insgesamt rund 1.800 Kinder in Oranienburg und Hohen Neuendorf. „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Sparkasse unseren Antrag auf Fördermittel berücksichtigen konnte“, sagte Frauke Pauer, Vorstandsmitglied des ImPuls e.V., anlässlich der Übergabe der Fördermittel.

 

Sparkasse

 

Foto: Die Übergabe am 15. Oktober. v.l. Susann Reissig (KJR), Angelika Holzheimer, Frauke Pauer (beide ImPuls e.V.), Vertreterin des Schulvereins Wiesenburg, Vertreter der Sparkasse

 

 

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Ein großer Schritt für die Stärkung der Beteiligungsrechte junger Menschen

 

Am 27. Juni 2018 hat Brandenburg die Aufnahme zur pflichtigen Beteiligung von Kin-dern und Jugendlichen in die Kommunalverfassung beschlossen. Der Landesjugendring Brandenburg e.V.  - und natürlich auch der Kreisjugendring Oberhavel e.V. - begrüßen diesen Schritt außerordentlich.

 

§ 18a
Beteiligung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen

 

(1) Die Gemeinde sichert Kindern und Jugendlichen in allen sie berührenden Gemeindeangelegenheiten Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte.

(2) Die Hauptsatzung bestimmt, welche Formen zur eigenständigen Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde geschaffen werden. Kinder und Jugendliche sind an der Entwicklung der Formen angemessen zu beteiligen.

(3) Die Gemeindevertretung kann einen Beauftragten für Angelegenheiten von Kindern und Jugendlichen benennen. Für den Beauftragten gilt § 18 Absatz 3 entsprechend.

(4) Bei der Durchführung von Planungen und Vorgaben, die die Interessen von Kindern und Jugendlichen berühren, soll die Gemeinde in geeigneter Weise vermerken, wie sie die Beteiligung nach Absatz 1 durchgeführt hat.

 

Die Pressemitteilung des Landesjugendring Brandenburg e.V. findet Ihr hier:

 

                                                      

 
 
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